Fakten über TKKG

Wo liegt die Millionenstadt?

Rocky Beach ist eine fiktive Stadt in Kalifornien... blablabla... aber unsere TKKG Freunde haben keine Stadt mit Namen, buhuhuhuhu.... wo ist die Millionenstadt, wo, wo, wo... ist es München... Umfrage hier, Umfrage da... aaaaargh! Manchmal könnte man meinen, auf TKKG-Fanseiten gäbe es kein anderes Thema mehr. Nun gut, sprechen wir über Millionenstädte, über DIE Millionenstadt.

In der alten TKKG-Fernsehserie wurde diese Frage eindeutig geklärt, hier ist die Millionenstadt Hamburg. Nicht umsonst kommt Oma Sauerlich in der Folge "Überfall im Hafen" am Ende zu dem treffenden Schluß: "Aber Hamburg ist auch ganz schön". Überhaupt erkennt ein Blinder mit Krückstock, dass in der kompletten Serie alle Szenen, die irgendwie mit Schiffen zu tun haben, im Hamburger Hafen gedreht wurden. Ein großer Teil der restlichen Szenen wurde in Bad Oldesloe, einem Ort in der Nähe von Hamburg gedreht. Alle Fahrzeuge tragen entweder das Bad Oldesloer Kennzeichen OD oder das bekannte HH der Hansestadt Hamburg.

Dass dieses Faktum auf keiner der großen TKKG-Fanpages erwähnt wird, wenn es mal wieder um das beliebte Thema "Millionenstadt" geht, ist schon ein Armutszeugnis und spricht nicht gerade für die Kompetenz einiger Webmaster.

Die Frage nach der Lage der Millionenstadt in den Büchern und Hörpsielen ist schon um einiges schwieriger zu beantworten. Man muss dazu sagen, dass sich die damalige Fernsehserie nicht unbedingt immer so am Original orientierte, was teilweise positive, teilweise auch negative Nebeneffekte zur Folge hatte.

Viele Fakten sprechen dafür, dass es sich um München handelt. Zwei einfache Idizien dafür: Die Brötchen heissen stets Semmeln und Tim gibt Gaby an die Tausend Bussies (Küsse) pro Folge. Das immer noch eindeutigste Argument für München ist dieses: In der Hörspielfolge 103 (Band 76 bei den Büchern) "Mörderischer Stammbaum" war Petra Delius vormittags noch in Wien. München ist die einzige Millionnenstadt, von der aus man innerhalb kürzester Zeit nach Wien und wieder zurück reisen kann.

Es gibt noch dutzende anderer Indizien, die eindeutig für München sprechen. Rolf Kalmuczak (alias Stefan Wolf) betont nattrlich immer wieder, dass es sich um eine rein fiktive Stadt handelt. Da fragt man sich, warum orientiert er sich dann in seine Geschichte so stark an München? Entweder es ist München oder eben nicht, aber mal, mal so geht nicht! Das ist eine eindeutiger Betrug am Leser. Gäbe es mehrere süddeutsche Millionenstädte, läge die Sachlage anders, aber es gibt da unten nunmal nur München.

Ausländer als Schwerverbrecher

Kalmuczak selbst lebt ebenfalls seit vielen Jahren in Bayern (was für ein Zufall), geboren wurde er übrigens in Nordhausen im Harz. Anscheinend fällt es ihm zunehmend schwerer, den Einfluss seiner bayerischen Heimat aus seinen Büchern herauszuhalten. Gleiches gilt aber auch für sein erzkonservatives Gedankengut, das nur einen Schluss zulässt: Kalmuczak muss einfach Mitglied der CSU sein! Günther Beckstein, Bayerns Innenminister, liest bestimmt vor dem Einschlafen zwei TKKG-Bände durch, damit hat er mehr als genügend Stoff für seine Reden. Es fällt schon irgendwie auf, dass gerade in den alten Bänden die Gansgter zu 90% Ausländer, Zigeuner, Punks (die bei TKKG selbstverständlich Punker heissen), Penner, Arbeitslose, sozial Schwache oder sonstige Minderheiten sind. Die TKKG Stadt und alle Städte, in die die Kids sonst noch so reisen, scheinen mit solchem "Gesocks" überschemmt zu sein, Zeit für TKKG, hier mal ordentlich aufzuräumen. Dem hauptsächlich jungen Leserpublikum wird so ein völlig falsches Bild vermittelt, nicht wenige glauben nach dem Lesen einiger TKKG-Bücher (bzw. dem Hören einiger Hörspiele) tatsächlich, die Welt bestehe nur aus kriminellen Ausländern und sozialen Minderheiten.

Gut, öfters sind die bösen Schwerverbrecher auch Mitschüler, die Alkohol trinken oder rauchen, wobei in den neueren Folgen diese Rate doch seltsamerweise stark zurück geht. Anscheinend ist irgendwann selbst Kalmuczak klar geworden, dass in der heutigen Zeit nun einmal Jugendliche Alkohol und Zigaretten konsumieren, was von der Gesellschaft inzwischen als völlig normal angesehen wird. Außerdem wirft es auch kein gutes Licht auf die Internatsschule, wenn dort Tim jeden Tag einen Mitschüler verprügelt.

Frauen als wehrlose Opfer

Schon im Vorstellungstext von Gaby Glockner heisst es explizit: "Selbstverständlich passen die Jungen immer auf sie auf. Vor allem Tim ist da sehr besorgt, besonders wenn es gefährlich wird". Ob es gefährlich ist, von der Mafia, den chinesischen Triaden, den Mitschülern Obermeyer und Feind oder von Triebtäter Diel entführt zu werden, darüber könnte Gaby inzwischen ihre eigene Serie schreiben. Nur das Ende wäre immer gleich: Tim eilt zur Hilfe, die Bösewichte sehen Sterne und Gaby versinkt in Tims Armen. Wie rührend! Das Frauenbild, welches in den TKKG-Bänden verbreitet wird, könnte antiquierter nicht sein: Die Frau als bevorzugtes, vollkommen wehrloses Opfer in den Händen der Schwerverbrecher und nur der mutige Held kann sie aus deren Händen befreien. Leben wir noch im Mittelalter?

Schlüsselfunktionen, wie z.B. das Stellen eines Verbrechers, nehmen bei TKKG ausschliesslich Männer ein. Kann eine Frau etwa keinen Verbrecher überwältigen? Genügend Frauen können dies schon, scheint sich bis in das verschneite bayerische Dorf, in dem Rolf Kalmuczak lebt, jedoch wohl noch nicht herumgesprochen zu haben, da schneit es ja angeblich auch das ganze Jahr. Heutzutage sind Frauen mit Zivilcourage gefragt, die gelernt haben, sich auch selbst zu helfen und zu verteidigen. Als Vorlage für Gaby Glockner (und wohl auch für die unzähligen anderen Frauen, die bei TKKG den dollsten Verbrechen zum Opfer fallen) diente übrigens Kalmuczaks eigene Tochte. Naja, die Ärmste kann einem wirklich leid tun...

Realitätsfremd und wissenschaftlicher Unfug

In der TKKG-Folge "Vermisste Kids und Killerpflanzen" (Bd. 105) entdeckt ein bekloppter Wissenschaftler in der Nähe eines Atomreaktors mutierte Pflanzen, die ähnlich wie Jack's Zauberbohnen riesige Ausmßae annehmen und bis in den Himmel wachsen. Der Wissenschaftler planzt dort fleischfressende Pflanzen an, die ebenfalls mutieren und sogar Tiere auffressen. Zu guter Letzt entführt er zwei Teenager, um sie den Pflanzen zum Fraß vorzuwerfen. Da fragt man sich, wo sind wir hier überhaupt gelandet? Nicht nur, dass wissenschaftlich gesehen das Ganze ein Riesenschwachsinn ist. Auch wenn der Boden noch so radioaktiv verseucht ist, würden die Pflanzen da eher eingehen als dass sie sich in lebendige Killermonster verwandeln. Außerdem müssten in diesem Fall wohl in Zukunft um alle Atomkraftwerke herum aus Sicherheitsgründen die Gegenden in reine Wüstenlandschaften verwandelt werden. Darüber hinaus ist es absolut nicht notwendig, gerade Jüngeren, die ja mit zur Hauptzielgruppe von TKKG gehören, einzureden, dass derartiges eben doch möglich wäre und jdederzeit passieren könnte, um sie so unnötig zu verängstigen. Nicht wenige Kinder und Jugendliche orientieren sich in jungem Alter an Büchern und Hörspielen, um sich in der wirklichen Welt besser zurecht finden zu können. Und wie gesagt, man muss in einer Jugendbuchserie, die keine Science Fiction Serie darstellt, auch nicht unbedingt wissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen. Wie EUROPA überhaupt eine derartige Folge genehmigen konnte, bleibt unverständlich.

Die Folge "Mit heißer Nadel Jagd auf Kids" (Bd. 80) ist ein ähnlich, wenn auch etwas weniger drastisches Beispiel. Hier lauert eine Bande Kindern von wohlhabenden Eltern auf, betäubt sie, um schliesslich das Gesicht ihres Opfer mit hässlichen Tätowierungen zu verunstalten. Es ist ja sicher nicht verkehrt, Kinder davor zu warnen, zu später Stunde allein unterwegs zu sein, aber man muss ihnen auch nicht unbedingt einreden, dass jeder Tätowierer oder jemand, der ein Tattoo trägt, ein potentieller Schwerverbrecher ist. Damit vermittelt man Kinder und Jugendlichen ein vollkommen falsches Bild. Hier wird wieder einmal eine Berufsgruppe herausgepickt, die sich von den anderen, normalen, ein wenig unterscheidet und in eine Schublade gesteckt, in die sie sicher nicht hinein gehört. Was kommt wohl als nächstes? Friseure, die Teenagern auflauern, um ihnen die Haare abzurasieren? Oh, Verzeihung, das hatten wir ja bereits! Bd.15 "Ufos in Bad Finkenstein".