Die TKKG-Freunde

Tim Karl Klößchen Gaby

Tim

Alter: 14 (immer noch...)

sonstige (Deck)namen: Tarzan (bis Bd. 32 "Die weiße Schmuggler-Jacht"), Peter Carsten

Wohnort: Millionenstadt, Internat, Bude "Adlernest" zusammen mit Klößchen

Hobbys: Handball, Volleyball, Judo, Karate, Kung Fu, Rennrad fahren, Gangster vermöbeln, aus dem Internat türmen (mit Nylonseil oder Strickleiter), Gaby aus den Händen von Entführern befreien

Besonderheiten: obwohl nur selten im Urlaub und nie im Sonnenstudio immer braungebrannt, auch im Winter... Wird trotz seiner 14 Jahre stets von Erwachsenen als "Herr Carsten" angesprochen.

Der klägliche Versuch, Köpfchen und Fingerspitzengefühl eines Justus Jonas mit der Sportlichkeit eines Peter Shaw zu vereinen und noch einige Sahnehäubchen obendrauf zu setzen. Tim verkörpert Vorbildcharakter bis zum Erbrechen, denn wie jeder weiss: Zuviel davon ist äußerst ungesund! Genau das macht diesen Charakter so überaus unglaubwürdig. Tim ist seit Menschengedenken 14 Jahre alt (d.h. Nein, in den ersten Bänden war er tatsächlich längere Zeit mal 13, vermutlich ist er am 29. Februar geboren und zählt nur die wirklichen Geburtstage mit...), wird trotzdem von Erwachsenen oft "Herr Carsten" genannt und für einen Erwachsenen gehalten? Ob diese Leute alle eine Brille brauchen, bleibt die Frage...

Natürlich trinkt Tim keinen Alkohol, verabscheut Rauchen (und Mitschüler, die dies tun) und ist darüber hinaus auch kein Freund von fetten Speisen, eher hält er es mit Salat und Tee. Nicht zuletzt wäre da sein Gerechtigkeitssinn: Allen Gaunern, egal ob nun Punker, Penner, Ausländer, Zigeuner, Menschen mit verdächtigen Nachnahmen (wie Seibold, Paulsen oder Klaudonia) gehört selbstverständlich das Handwerk gelegt. Hier bedient sich Tim gerne und oft seiner zahlreichen Kampfsportarten, von denen er im Laufe der Zeit immer mehr beherrscht. Natürlich dienen diese nur der Selbstverteidigung... also immer feste druff! Nimm dies, Du Punker, schmecke meine Faust, schwächlicher Penner! Nur zwei Personen haben es bisher überhaupt geschafft, die Kampfmaschine Tim auszuschalten: Die heldenhaften Entführer aus "Gangster auf der Gartenparty" (Bd. 42), die es tatsächlich fertig brachten, sowohl Tim als auch Herrn Sauerlich aus dessen Keller zu entführen (wie sie das geschaft haben, ohne von Tim umgenietet zu werden, wird für immer ihr Geheimnis bleiben), und dann war da noch der vom Wissenschaftler Demotrius konstruierte Kampfroboter, der in "Spuk aus dem Jenseits" (Bd. 63) Tim mit einem gezielten Tritt ins Brustbein kurzzeitig das Wasser abgraben konnte. Allerdings blieb auch hier nicht mehr als ein Veilchen auf der Heldenbrust zurück, wohl schlecht konstruiert, der Roboter...

Tim ist der unumstrittene Kopf der Gruppe, seine Entscheidungen werden nie in Frage gestellt. Klar, es möchte ja auch ungern eines der TKKG Mitglieder das gleiche Schicksal erfahren wie gewisse Gangster. Er liebt seine Freundin Gaby zwar abgöttisch, doch abgesehen von einigen Bussies, die hin und weider eingestreut werden, scheint da noch nix zu laufen... Naja, den Rest spart man sich wohl für die Ehe auf, die allerdings wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen wird, es sei denn, Tim wird in diesem Jahrtausend irgendwann auch nochmal älter als 14...

 

Karl

Alter: 14 (immer noch...)

sonstige (Deck)namen: Karl der Computer, Karl Vierstein

Wohnort: Millionenstadt, bei seinen Eltern (sog. "externer Internatsschüler")

Hobbys: schlaue Bücher lesen, 100x am Tag seine Brille putzen

Besonderheiten: zwar schmächtig, aber nie feige

 

Karl stellt praktisch den Bob Andrews für Arme dar. Beide haben zwei Dinge gemeinsam: Sie betreiben Recherche und sind körperlich gehandicapt. Während Bob (in den Büchern) aufgrund eines Sportunfalls eine Kniebandage tragen muss, hat Karl offensichtlich noch nie Sport betrieben, denn er ist ja auch von langer und dürrer Statur. Trotzdem, feige ist er nie... tja, warum wohl? Ganz einfach, Karl ist so gut wie nie nur im entferntesten in eine Schlägerei oder sonstige Kampfhandlung verwickelt, das erledigt ja auch normalerweise Tim. In der ersten Staffel der ZDF Fernsehserie wird in der Folge "Das Geheimnis der chinesischen Vase" Karl einmal von einem Gangster am Kragen gepackt und geschüttelt, als er gerade mit Tim im Wald unterwegs ist, ein Glück für ihn, denn Tim nimmt sich sogleich dieses "Problems" an... Das wars dann aber auch schon, in den weitreren Folgen der Serie kommt Karl dann ungeschoren davon, hier deckt sich diese wieder mit den Büchern...

Während Bob sich nie zu schade ist, stundenlang die Stadtbücherei, Zeitungsarchive oder Internetseiten nach Informationen abzugraden, hat Karl diese Informationen allesamt in seinem Gehirn gespeichert und kann sie jederzeit abrufen und ellenlange Vorträge über Gott und die Welt halten. Woher er diese Informationen hat, bleibt die Frage, denn er liest höchstens alle 20 Folgen mal eine Zeitung oder ähnliches. In der ersten Staffel der TKKG-Fernsehserie besitzt Karl auch einen eigenen Computer, mit dem er Funkverbindungen zu den anderen TKKG-Mitgliedern herstellen kann, deren Bilder dann auf dem Bildschirm erscheinen. Damals in den 80er Jahren gab es offenbar schon "Voice Over IP".

Offenbar soll dem Leser der Eindruck eines klugen, aber friedfertigen Jungen vermittelt werden, doch dieser Schein trügt gewaltig! So unschuldig, wie er immer tut, ist das Bürschchen nämlich gar nicht! Nicht nur, dass in seinem Partykeller wilde Feten laufen, auf denen kistenweise schädliche Cola und andere Drogen wie ungesunde Wurstsemmeln konsumiert werden und die Gäste mit nackten Füssen Beat tanzen ("Der Schlangenmensch", Bd. 14) , nein, er lehnt sich auch ein ums andere Mal gegen seine Eltern, Professor Vierstein und seine Frau, auf. Will Karl lieber mit der Gang nach Tunesien verreisen anstatt mit den Eltern, dann tut er dies einfach ("Die Bettelmönche aus Atlantis, Bd.13), ganz schön dreist für einen 14jährigen. Und wie oft hat Karl schon Tischdecken, Gardinen, sonstiges Inventar oder schlichtweg seinen Ärmel dazu benutzt, um seine Brille zu putzen? So ein flegelhaftes Benehmen!

Karl steht auf Mädchen mit Brille, die Fruchtmixgetränke trinken ("Achtung, die Monsters kommen!", Bd 51) und ist auch öfters mal mit Gaby allein unterwegs, was Tim aber gefahrlos zulassen kann, da diese keine Brille trägt und auch lieber Cola trinkt.

 

Klößchen

Alter: 14 (immer noch...)

sonstige (Deck)namen: Willi Sauerlich

Wohnort: Millionenstadt, Internat, Bude "Adlernest" zusammen mit Tim

Hobbys: Schokolade futtern, Schoko-Witze reissen, in Fettnäpfchen treten, Fünfen schreiben

Besonderheiten: he is big, he is bad, he is... Klößchen!

 

Wenn man den Scharfsinn und Verstand von Justus Jonas abzieht, was bleibt übrig? Natürlich seine Fettleibigkeit, und packt man da noch eine Schippe drauf... voila, dann hat man Klößchen! Und während Titus Jonas nur so ein dummer Schrotthändler ist, ist Klößchens Vater ein steinreicher Schokoladenfabrikant mit großer Villa und 12 Zylinder Jaguar. Der Clou bei diesem Jaguar ist übrigens, man kann ihn auch prima zum Heroin Schmuggel benutzen ("Todesfracht im Jaguar", Bd. 38) und was noch besser ist, er lässt sich ganz einfach knacken, indem man einfach die Tür öffnet und losfährt, zumindest in der gleichnamigen TV-Folge. Sogar durch Strassensperren kommt man damit, also den leihe ich mir auch mal aus...

Nun aber zurück zu Klößchen, oder Willi, wie ihn Tim immer nennt. Er ist schon in mancher Hinsicht ein Phänomen, unser Klößchen. Zum Beispiel ist Willi das einzige TKKG Mitglied, dem es gelungen ist, im Laufe der Jahre einen Alterssprung von ZWEI Jahren zu machen, alle anderen schafften nur je ein Jahr! Bis zur Folge 9 "Auf der Spur der Vogeljäger" ist Klößchen 12, wird hier 13 und ist in den neuen Folgen bekanntlich 14. Außerdem ist Klößchen wohl mit Abstand der Weltmeister im Fünfen schreiben, in jeder Klassenarbeit hat er eine, auch auf seinen Zeugnissen, von denen er komischerweise dutzende im Jahr bekommt, wimmelt es davon. Dies ist sicher auch der Grund, dass er sich seit Urzeiten in der 9. Klasse herumtreibt, naja, dem schulisch immer glänzenden Tim geht es allerdings auch nicht besser. Da sieht man mal wieder, dass man mit Faulheit oft genauso weit kommt wie mit Fleiß.

Klößchens Schokohunger kennt keine Grenzen, mit dem was er so verdrückt, könnte man wohl drei Kontinente versorgen. Er hütet auf seinem Schrank im Adlernest seinen Schokoladenvorrat an Sauerlich-Schokolade, welcher allerdings nur selten leer wird. Einmal kommt es vor, dass ihm der Schokovorrat geklaut und aufs Klo gestellt wird ("Angst in der 9a", Bd.6), "So eine Unverschämtheit" flucht Klößchen da auf der Hörspielkassette, das einem Angst und Bange wird (und Tim lacht sich fast einen Ast). Auffällig ist, dass Klößchen in Büchern und Hörspielen ca. doppelt soviel Schokolade konsumiert wie in der TV-Serie, dort lässt er sich in der Folge "Der Schlangenmensch" am Ende gar von Gaby die Schoko stibitzen.

Doch Klößchen lässt sich davon nicht beeindrucken. Immer einen guten Schoko-Witz auf Lager, immer bereit, den Pausenclown zu spielen, was innerhalb von TKKG seine Hauptaufgabe zu sein scheint. Produktives hat er in den bisherigen TKKG-Abenteuern nicht beigetragen, außer die Freunde zu sich nachhause einzuladen, wo Mutter Sauerlich stets vegetarische Kost serviert, während Vater und Sohn sich von der Köchin durchfüttern lassen und dies schon seit der "Jagd auf die Millionendiebe" (Bd. 1). Frau Sauerlich ist dies auch nach über 130 Bänden scheinbar immer noch nicht aufgefallen...

Einmal ist Klößchen wirklich verliebt in die schöne Valentina aus Bd. 63 "Spuk aus dem Jenseits", er umkurvt das Auto, in dem sie sitzt mit seinem Fahrrad (welches übrigens auf jeder Zeichung eher an ein zu groß geratenes Kinderdreirad erinnert), leider stellt sich ein Kapitel später heraus, dass Valentina ein Robotermädel mit eingebauter Bombe ist, welche den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Knowbuttle töten soll. Tja, der Liebe zarte Bände...

 

Gaby

Alter: 14 (immer noch...)

sonstige (Deck)namen: Pfote, Gabriele Glockner

Wohnort: Millionenstadt, bei ihren Eltern

Hobbys: Tierschutz, Haare mit der Papierschere kürzen, sich entführen lassen

Besonderheiten: 1000 mal entführt, 1000 mal is nix passiert...

 

Wann wurde Gaby eigentlich das erste Mal entführt? Antwort: In Band 24 "Gefährliche Diamanten", als Gangster Kohaut, der nebenbei noch mit der Pest infiziert ist, sie und ihre Mutter als Geiseln nimmt. Die originellste Entführung ist sicher immer noch die in"Gefangen in der Schreckenskammer" (Bd. 33) von Vertrauensschüler Obermeyer und seinem Freund Hasso Feind. Die hatten sich als "Horrormönche" verkleidet und Gaby vor dem Schwimmbad aufgelauert. Es gibt natürlich noch unzählige weitere, von der "Entführung in der Mondscheingasse" (Bd. 31), über den "Todesgruß vom gelben Drachen" (Bd. 44), als sie den Triaden in die Hände fällt, "bishin zu der Erkenntnis "Hilfe, Gaby in Gefahr" (Bd. 64) , als sie von Triebtäter Diehl verschleppt und am Ende von Tim durch dessen todesmutigen Sprung durch eine Glastüre gerettet wird.

In Schwierigkeiten gelangen und dann von Tim gerettet werden, dies ist die Hauptaufgabe von Gaby, die nebenbei natürlich auch noch blond, blauäugig und das schönste Mädchen der Schule ist. Meist sind es wie gesagt Entführungen, mal wird sie aber auch von Killerhaien angegriffen (die sich Am Ende als Taucher entpuppen) wie in Bd. 54 "Herr der Schlangeninsel" oder von einem mörderischen Hund im Schauerwald, der eine Wutpille gefressen hat (Bd. 45 "Der Mörder aus dem Schauerwald"). Dieser Band stellt übrigens eine kleine Sensation dar: Gaby wird zum ersten Mal nicht von Tim gerettet, sondern vom gesuchten Verbrecher Hasso Flüther.

Ansonsten ist Gaby aber extrem tierlieb, sie lässt sich von jedem Hund die Pfote geben, naja, wie schön für die Hunde. Ihr Hund Oskar ist allerdings ein Indiz dafür, dass Stefan Wolf wohl anscheinend nie einen Hund hatte. Erstmal sieht so wie Oskar kein Cockerspaniel aus, weisse Cocker mit schwarzen Flecken gibt es zwar, aber nicht solche wie Oskar. Nicht umsonst hat der Oskar aus der Fernsehserie optisch nicht wirklich viel mit seinem Pendant aus den Büchern zu tun. Zudem sind Oskars Lieblingsspeise gebratene Hühnchen, wo doch nun jeder (außer Wolf anscheinend) weiss, dass Hühnchen für Hunde extrem gefahrlich sind, erst einmal können Knochen in der Luftröhre steckenbleiben und zum zweiten sind gesalzene Speisen für Hunde äußerst ungesund.

Meistens geht Gaby entweder mit Tim oder aber auch mit Karl zusammen auf Erkundungstour, komischerweise nie mit Klößchen, der wohl Angst hat, sie könnte ihm seine Schokolade wegfuttern.. Manchmal aber erledigt sie aber (man mag es kaum glauben) Dinge aber auch selbst, wie z.B. in "Der Schlangenmensch" (Bd. 14). Einen Friseur kann sie sich wohl nicht leisten, denn sie kürzt ihren Pony immer selbst mit der Papierschere. Obwohl ihr Vater Kommissar bei der Kripo ist und ihre Mutter einen Feinkostwarenladen besitzt, wird immer wieder betont, in welchen bescheidenen Verhältnissen die Glockners doch leben. Klar, ein Kommissar verdient natürlich viel weniger als beispielsweise ein Postbote...

Als Vorlage für Gaby diente übrigens angeblich Stefan Wolfs eigene Tochter (und der Rest wurde bei den "5 Freunden" geklaut). Naja, wenn diese ähnlich behütet wird wie Gaby, hat sie es wohl alles andere als leicht.

 

Tim Karl Klößchen Gaby